2017 Zumikerlauf Bericht

Jugendliche Dynamik am Zumiker Lauf  
 
Zufrieden konnte der OK-Präsident des organisierenden Turn- und Sportvereins Zumikon, Michael Korner, auf den 34. Zumiker Lauf vom 10. Juni 2017 zurückblicken. Besondere Freude bereitete ihm, dass sich unter den insgesamt rund 850 gestarteten Läuferinnen und Läufern über 370 Kinder und Jugendliche befanden und mehr als die Hälfte aller Zumiker Primarschülerinnen und -schüler am Lauf teilnahmen. Die Zumiker Schülerinnen und Schüler liefen nicht bloss für sich selbst, sondern im Rahmen des Klassen- und Teamwettkampf auch für ihre Klasse bzw. ihr Team. Bei diesen seitens der Gemeinde Zumikon gesponserten Wettkämpfen gewinnt einerseits diejenige Klasse, bei der anteilmässig am meisten Kinder einer Klasse den Lauf erfolgreich absolvieren und andererseits das im Vergleich mit den anderen Altersgenossen schnellste Team.  
 
Die Jugendläufe waren dem OK des Zumiker Laufs schon immer ein besonderes Anliegen und der Lauf zeigte auch, wie unterschiedlich der Charakter der Jugendläufe ist: 
 
Noch drei Minuten vor dem Start des zum ZKB-Züri Lauf Cup zählenden Hauptlaufes über 11,2 Kilometer herrschte vor dem Startband gähnende Leere. Dies aber nicht etwa deshalb, weil kaum jemand starten wollte. Nein, die rund 400 Läuferinnen und Läufer waren alle da, befanden sich aber noch im nahen Schatten, um sich vor der sengenden Sonne zu schützen. Dann, zwei Minuten vor dem Lauf, waren die Reihen gefüllt und der Start verlief reibungslos und imposant wie immer bei diesem grossen Startfeld. Man liess sich Platz und nahm sich Zeit, wissend, dass der Lauf nicht auf den ersten hundert Metern entschieden sein wird. Auch der Umstand, dass die Zeit erst bei Überschreiten der Startlinie zu laufen begann, dürfte für den verhältnismässig entspannten Start sorgen, auch wenn die Pace beachtlich war. 
 
Welch ein Unterschied zu den Rennen der Jugendlichen und Kinder! Hier waren die Reihen hinter dem Startband schon zehn Minuten im Voraus geschlossen. Wie die ganz grossen Stars bereiteten sich einige vor: Mit Strecksprüngen die einen, mit flachen Händen auf Arme und Oberschenkel klopfend die anderen. Die Anspannung stand den meisten ins Gesicht geschrieben, aber da waren auch die beiden Mädchen, die sich kurz vor dem Startschuss noch umarmten, der Knabe, der aus den hinteren Reihen einem plötzlich erspähten Zuschauer freudig zuwinkte oder auch die Kinder, die fröhlich lachten. Das Gedränge am Start war bedeutend grösser als bei den Erwachsenen. Schliesslich galt es, sich in eine gute Ausgangsposition zu bringen. Die Startfelder waren zwar bedeutend kleiner, mit bis zu 80 gleichzeitig startenden Jugendlichen bzw. sogar über 150 Kindern unter 8 Jahren, jedoch immer noch imposant.  
 
So wurde beim Start zuweilen auch mal versucht, sich mit den Armen genügend Platz zu verschaffen und manch einer, der etwas zu spät an den Start gekommen war, versuchte mit einem Slalomlauf die vor ihm Gestarteten zu überholen. Allzu oft blieb dieses Unterfangen aber erfolglos. Nach der ersten Kurve zogen sich dann aber die Felder in die Länge und es blieb genug Zeit, um die missliche Startposition bis ins Ziel noch zu korrigieren. Einzig der Junge, der kurz nach dem Start stürzte und sich mit Schmerzen (oder war es mehr aus Enttäuschung?) in einen Hauseingang verkroch, hatte keine Gelegenheit mehr, seine Position zu verbessern.  
 
Der Zieleinlauf der Jugendlichen und Kinder zeigte, mit welch unterschiedlichen Erwartungen diese an den Start gegangen waren: Da nahmen die Ambitionierten – teilweise mit hochrotem Gesicht und zuweilen auch etwas verbissen – die leichte Steigung Richtung Ziel in Angriff, derweil viele auch lachend daher kamen. Viele liessen sich durch die Zurufe der Freunde und Familienmitglieder in Zielnähe noch zu einem kleinen Schluss- oder auch Zwischenspurt hinreissen. 

 
 
 
C:\Users\Adrian Riss\AppData\Local\Microsoft\Windows\INetCache\Content.Outlook\KPTJ0EJ4\Laufbericht Zumikerlauf 2017.doc 
Einem anderen Jugendlichen ging etwa 10 Meter vor der Ziellinie buchstäblich die Luft aus und er blieb stehen. Vielleicht war es auch nur die Enttäuschung darüber, dass er einen Konkurrenten hatte ziehen lassen müssen. Jedenfalls überquerte er die Ziellinie erst einige Zeit später, da er sich erst, nachdem er sich von mehreren Läuferinnen hatte überholen lassen, wieder dazu aufraffen konnte, die paar Schritte ins Ziel noch unter die Füsse zu nehmen. 
 
Bei den Allerkleinsten liefen vorne die schon etwas älteren alleine mit horrendem Tempo davon. Dahinter folgten die etwas weniger Ambitionierten und zuhinterst die Allerkleinsten, meist an der Hand eines Elternteils. Nicht alle fanden Gefallen am Laufen und ein paar ganz kleine wollten sich lieber tragen lassen und weinten, weil das die Mutter oder der Vater nicht zulassen wollten. Der Grossteil aber war begeistert, lachte herzlich. So auch das Mädchen, das sich gleich von zwei Personen begleiten liess und auch Freude daran hatte, die Beine zuweilen mal etwas hochzuziehen, um sich auch mal eine kleine Strecke tragen zu lassen.  
 
Offizielle Tagessieger wurden bei den Herren Dadi Fikru vom LV Winterthur und bei den Frauen Franziska Meier von der OLG Welsikon, welche für die 11,2 Kilometer lange, coupierte Strecke gerade einmal 35 Minuten 23,2 Sekunden bzw. 42 Minuten 21,3 Sekunden benötigten. Als schnellste Zumiker Schulteams erwiesen sich das Team ICS – Tiger Pride mit Isabella McgarvaBrown, Mark Gregory, Solenn Magnien und Anish Sabnis vor dem Team Blizard mit Léanne Klauser, Till Frey, Jannis Klauser und Til Rapp und dem Team Spiderrunner mit Yaëlle Klauser, Luis Welti, Audrey Weiss und Beltran De Vargas Frenandez. 
 
Letztlich sah man im Ziel aber ausschliesslich Sieger. Hier unterschieden sich Kinder und Erwachsene in keiner Weise. Alle waren sie stolz auf sich und ihre Leistung, zumal die warmen Temperaturen und etliche Steigungen gerade den Läuferinnen und Läufern des Hauptlaufs, aber auch den Junioren, Walkern und Schnupperläufern, welche die 5,7 Kilometer langen Strecke bewältigten, manchen Schweisstropfen kosteten. Umso mehr konnten sie sich alle im Ziel gegenseitig gratulieren und freuen.  
 
Michael Korner, der bei 14 Austragungen des Zumiker Laufs als OK-Präsident amtete, gibt nun sein Amt weiter. Michael Korner war ein sehr umsichtiger Präsident, der es ausgezeichnet verstand, sämtliche OK-Mitglieder zu motivieren und den Jugendlauf noch weiter zu entwickeln. Mit Beat Schmid, ehemaligem Präsidenten des Turn- und Sportvereins Zumikon, konnte ein idealer Nachfolger gefunden werden. 
 
Der Turn- und Sportverein Zumikon dankt an dieser Stelle der Hauptsponsorin Zürcher Kantonalbank, sämtlichen Sponsoren und Gönnern, der Gemeinde Zumikon, der Feuerwehr Zumikon, dem Samariterverein Zumikon, der Gymnastikgruppe Zumikon sowie sämtlichen weiteren Helferinnen und Helfern, ohne die der Zumiker Lauf nicht durchgeführt werden könnte.  
 
Die Resultate des Laufs sind abrufbar unter www.zuerliaufcup.ch.